Die ungeöffneten Probenröhrchen können bei 1-30°C gelagert und bis zu dem auf dem Etikett angegebenen Haltbarkeitsdatum verwendet werden.

FIT weisen immunchemisch die Globin-Komponente des Hämoglobin-Proteins nach. Aus diesem Grund haben sie eine deutlich besser analytische Spezifität für humanes Hämoglobin, sind aber empfindlich gegenüber proteolytischen Abbau des Hämoglobin-Proteins durch mikrobielle Proteasen der Darmflora. Diese Degradation beginnt bereits im Darm und setzt sich nach der Probennahme fort. Hämoglobin in nativen Fäzes (ohne stabilisierenden Puffer) ist sehr instabil. Hämoglobinkonzentrationen, die aus nativen Fäzes mittels verschiedener FIT-Tests bestimmt wurden, reduzierten sich innerhalb weniger Tage bis unter die Nachweisgrenze.
Die Degradation des Hämoglobins kann durch Verwendung optimierter stabilisierender Puffersysteme, in welche die Stuhlprobe vom Anwender direkt nach der Probennahme überführt wird, deutlich verlangsamt werden. Beim OC-Sensor FIT-ist ein solcher stabilisierender Probenpuffer in das Probennahmesystem, das OC-Sensor Proberöhrchen, integriert.

Die hervorragende Wirksamkeit des OC-Sensor Proben-Puffersystems wurde sowohl in internen als auch externen Studien bestätigt.

Die Stuhlproben in den OC-Sensor Proberöhrchen können von der Probennahme bis zur Analyse im Labor für eine Woche bei Raumtemperatur bzw. 28 Tage bei Kühlung gelagert werden.

Eine schnelle Probenabgabe erhöht die Sicherheit, generell sollte der Probentransfer bzw. die Probenlagerung bei Raumtemperatur von der Probennahme bis zur Laboranalyse so schnell wie möglich erfolgen. 

Herstellerangabe: Für Proben, die in OC-Sensor Proberöhrchen 28 Tage bei 2-8° C gelagert waren, wurde eine Hämglobinwiederfindungsrate von 95 % ± 14,7 (2 SD) ermittelt. Nach 7 Tagen Lagerung bei 25 °C wurde eine Wiederfindungsrate von 96 % ± 20,4 (2 SD) ermittelt bzw. bei 30°C von 89 % ± 20,5 (2S D).

Der Screeningtest detektiert nicht die Zielläsionen direkt, sondern weist humanes okkultes Blut im Stuhl nach. Somit geben diese Tests einen indirekten Hinweis auf die Existenz von Darmtumoren oder deren Vorstufen, da diese häufiger bluten als die gesunde Darmschleimhaut. Die durchschnittlich nachgewiesene Menge an Hämoglobin nimmt mit der Progression des Darmkrebs von einer Neoplasie mit niedrigem Risiko über fortgeschrittene Neoplasien bis hin zum kolorektalen Karzinom zu, es konnte eine direkte Korrelation zwischen dem Hämoglobingehalt im Stuhl (FIT-Ergebnis) und dem Erscheinen von Neoplasien nachgewiesen werden. Allerdings erlaubt die Methode keine exakte Aussage über die Zielläsion anhand des ermittelten Hämoglobingehaltes.

Der Hämoglobingehalt ist abhängig vom Alter und Geschlecht, der Hb-Gehalt von Männern und älteren Personen ist höher. Dieses konnte auch anhand von Daten aus drei verschiedenen Ländern (Taiwan, Schottland, Italien) festgestellt werden, die FIT-Daten wurden dabei alle mit dem gleichen Testsystem ermittelt (OC-Sensor) und sind somit unmittelbar vergleichbar. In allen Ländern zeigte sich eine deutliche Korrelation zwischen Hämoglobinkonzentrationen und Alter und Geschlecht, wobei jedoch das Ausmaß dieser Unterschiede zwischen den Ländern variierte. Dieses spricht für die Verwendung unterschiedlicher individueller Cut-off-Konzentrationen.
Weiterhin bieten quantitative FIT Ergebnisse in Verbindung mit anderen Risikofaktoren (Alter, Geschlecht, familiäre Vorbelastung etc.) eine neue interessante Möglichkeit für eine Risikostratifizierung und höhere Genauigkeit eines FIT-basierten Darmkrebs-Screenings. FIT-Konzentrationen sind assoziiert mit dem Grad des histologischen Befundes und können die Risikovorhersage für kolorektale Neoplasien verbessern.

 

McDonald PJ et al.
Faecal Haemoglobin Concentrations by Gender and Age: Implications for Population-Based Screening for Colorectal Cancer
Clin Chem Lab Med 50/5 (S. 935-40); 2012

Fraser CG et al.
Faecal Haemoglobin Concentrations Vary with Sex and Age, but Data Are Not Transferable across Geography for Colorectal Cancer Screening
Clin Chem Lab Med 52/8 (S.1211-6); 2014